Mit Nextcloud synchronisiert bleiben – überall!

In den letzten Jahren hat sich bei mir eine Reihe von Geräten mit unterschiedlichen Betriebssystemen angesammelt – ein Android-Smartphone, ein Surface mit Windows 10 für die Schule und ein Laptop mit Linux Mint für Freizeit und Hobby. Zuletzt wurden diese Geräte nun durch ein iPad als Dienstgerät ersetzt, das uns vom Bistum bereitgestellt wurde (andere Geräte gab es nicht zur Auswahl). Aber wie soll man auf all diesen Geräten auf dem gleichen Stand bleiben und die Übersicht behalten?

Ich habe nun also vier unterschiedliche Geräte mit sehr unterschiedlichen Betriebssystemen in Verwendung, auf denen ich jedoch gerne überall die gleichen Termine, Kontakte, Aufgaben und Notizen zur Verfügung hätte, um vernünftig arbeiten zu können. Und nachdem ich schon seit Jahren Nextcloud nutze, um alle diese Dinge unter Android, Windows und Linux zu synchronisieren, durfte ich nun feststellen, dass die Synchronisation auch auf dem iPad problemlos möglich war! Eine wirklich großartige Arbeit, die das Team von Nextcloud leistet und auf die ich hiermit noch einmal aufmerksam machen möchte. Ich glaube nicht, dass sich die gleiche Flexibilität mit den Clouds von Google, Microsoft oder Apple erreichen lässt (lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen).

Wenn du dich auch für Nextcloud interessierst, findest du über eine Suchmaschine deiner Wahl mit dem Begriff “managed nextcloud” schnell verschiedene Anbieter aus Deutschland, bei denen du eine Nextcloud mieten kannst. Wie bei E-Mail Adressen auch gibt es bei der quelloffenen Nextcloud verschiedene Anbieter mit verschiedenen Konditionen – je nach dem, welche Anforderungen du hast, kannst du dir ein passendes Angebot aussuchen. Die Grundlagen wie Synchronisation von Dateien (inkl. Notizen), Kalender und Kontakten sind eigentlich immer enthalten. Danach kannst du mit den Anleitungen von Nextcloud die Synchronisation auf jedem Gerät einrichten.

Nachdem ich einige verschiedene Apps ausprobiert habe, bin ich bei meiner Todo-App im Übrigen bei Nextcloud Deck gelandet. Auf Desktop-Systemen kann ich darauf einfach per Browser zugreifen und für Android gibt es eine sehr schöne App. Für iOS / iPadOS gibt es leider kein schönes Äquivalent – am iPad kann ich auch über den Browser arbeiten, aber am iPhone lässt sich Deck nicht so schön benutzen. Eine Alternative wäre hier die Nextcloud Tasks App, die sich ebenfalls per CalDav synchronisieren lässt (zusammen mit den Terminen) und darüber in Apple Reminders integrieren lässt.

Zu guter Letzt verwende ich Joplin für meine Notizen. Diese vielseitige, quelloffene Anwendung gibt es für alle Betriebssysteme und lässt sich über die verschiedensten Cloud-Anwendungen synchronisieren – inkl. Nextcloud natürlich.

Natürlich wäre auch ein Zusammenarbeiten mit OnlyOffice oder Collabora Office per Nextcloud möglich. Aber in diesem Artikel sollte es nur um das geräte- und systemübergreifende Arbeiten einer Person gehen. Alles in allem finde ich es toll, welche Möglichkeiten Nextcloud mir hier bietet, da mir diese ein bequemes und unabhängiges Arbeiten ermöglichen.

3 Gedanken zu „Mit Nextcloud synchronisiert bleiben – überall!“

  1. Guten Tag,
    meine Tochter muss in der 8. Klasse ein Ipad haben. Wir sparen schon dadrauf. Ich finde es schade, das in den Schulen nicht der open source Gedanke vermittelt wird.
    Versuche ihr das zu hause zu vermitteln. Mit eigenem Notebook mit Linux usw.
    Viele Grüße

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    • Hallo,
      ich halte es auch für wichtig, den Open Source Gedanken in der Schule zu vermitteln. Das muss allerdings nicht bedeuten ausschließlich auf Open Source Software zu setzen. Mein Eindruck und meine persönliche Erfahrung ist, dass die Wertschätzung für Open Source Software steigt, umso mehr man sich mit Medien beschäftigt hat. Insofern habe ich die Hoffnung, dass eine Generation heranwächst, die im digitalen Bereich flexibler handeln kann und nicht immer nur auf die bereits bekannte bzw. vorinstallierte Software setzt. Open Source Software setzt häufig voraus, dass man bereit ist, sich alternative Apps zu installieren und diese nach den eigenen Bedürfnissen zu konfigurieren (so wie bei Nextcloud oben). Das ist kein Hexenwerk, aber trotzdem scheitern schon viele daran.
      Viele Grüße!

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  2. Hallo Sebastian,
    das mit dem flexiblen finde ich auch ok. Apple gilt aber, gerade in der Schule als Statussymbol aber vielleicht ändert sich das dann, wenn alle Apple haben und dieses nichts besonderes mehr ist. Mir ist wichtig, dass die Schülerinnen, die keine gut verdienenden Eltern haben, nicht dadurch in finanzielle Schwierigkeiten kommen.
    Ein guter Ansatz wäre dann z.B. wiederaufbereitete Geräte. Dann würden die Schulen auch gleich ressourcenschonend Arbeiten und man könnte das vielleicht mit in den Unterricht einbringen.
    Nextcloud finde ich auch klasse. Nachdem ich das Handy meiner Tochter auf Werkseinstellungen zurücksetzen musste, habe ich ihr ein Account bei der e foundation eingerichtet und gleich den Nextcloud client installiert. Für die Notizen benutzen wir Carnet mit der Nextcloud.
    Auf meinem Raspberry läuft auch Nextcloud. Dieser ist nicht von außen erreichbar. Zum syncronisieren reicht es ja, wenn ich wieder zu Hause bin.
    Meine Passwörter halte ich darüber auch immer auf den neusten Stand.
    Viele Grüße!

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